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01.08.2005
News

Verdreifachtes Herzinfarktrisiko durch “Prä-Hypertonie”

Schlagworte: Blutdruck

 

Bereits leicht erhöhte Blutdruckwerte

 

(120-139/80-89 mm Hg) erhöhen das Risiko für eine koronare Herzkrankheit (KHK) oder einen

 

Herzinfarkt. US-Forscher schätzen, dass eine “Prä-Hypertonie” für 47 Prozent aller

 

Herzinfarkte verantwortlich ist. Dies ergab eine Analyse der Framingham Heart Study von

 

Wissenschaftlern am Research Center in Newark/New Jersey. Nach ihrer Berechnung

 

verdreifachten die nur geringfügig erhöhten Blutdruckwerte bei der Prä-Hypertonie das

 

Herzinfarktrisiko und erhöhten das KHK-Risiko um 70 Prozent. In den US-Leitlinien des Joint

 

National Committee on High Blood Pressure wurde Prä-Hypertonie bereits als Kategorie

 

eingeführt. In den Leitlinien der Deutschen Hochdruckliga findet sich der Begriff noch

 

nicht. Ein Grund für die Ablehnung ist die hohe Verbreitung der Prä-Hypertonie, der weite

 

Bevölkerungsgruppen “medizinalisieren” würde. In den USA wurden nicht weniger als 59

 

Millionen Amerikaner zu Patienten erklärt, für die in der Regel allerdings keine

 

medikamentöse Therapie, sondern eine Änderung des Lebensstils vorgeschlagen wurde.

 

 



 

Quelle: Stroke (2005, doi:

 

10.1161/01.STR0000177495.45580.f1)

Deutsches Ärzteblatt vom 8. August 2005