Aminosäuren gegen Gefäßverkalkung?
Schlagworte: BlutgefäßeDie meisten Todesfälle in Deutschland gehen auf das Konto einer frühzeitigen Gefäßverkalkung. Herzinfarkt, Schlaganfall und auch das Raucherbein sind Folgen dieser Zivilisationserkrankung, die mit einer Funktionsstörung der Gefäßinnenhaut, der so genannten endothelialen Dysfunktion, beginnt. Gegen diese Dysfunktion gibt es möglicherweise ein einfaches Gegenmittel, so Frau Prof. Stefanie Bode-Böger von der Universität Magdeburg. Seit Jahren erforscht sie intensiv die Eigenschaften der Aminosäure L-Arginin, eines natürlichen Bestandteils der Nahrung, der in hoher Dosis möglicherweise eine schützende Wirkung auf die Blutgefäße hat.
"Aus L-Arginin entsteht im Körper das Gas Stickstoffmonoxid (NO), das eine gefäß-erweiternde Wirkung hat und dadurch die Durchblutung verbessert", beschreibt Prof. Bode-Böger. "Bei gefäßkranken Patienten verbesserten Infusionen mit L-Arginin die Durchblutung". Nur sind hierzu größere Mengen L-Arginin notwendig. L-Arginin kann auch als Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. Allerdings besitzt es einen bitteren Geschmack, bei einigen Menschen kommt es auch zu Übelkeit und Durchfall. Unklar sei noch, wie lange die Wirkung anhalte und ob eine dauerhafte Einnahme überhaupt sinnvoll sei. Hierzu müssen noch weitere Studien erfolgen.
Quelle: Deutsche Medizinische Wochenschrift 2005; 130 (11): 593-598 / www.bleibjung.de


