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01.01.2006
News

Östrogenmangel erhöht Risiko für Alzheimer

Schlagworte: Hirnforschung

 

Ein Mangel an Östrogen im Gehirn erhöht offenbar das Risiko an Morbus Alzheimer zu erkranken. Das schließen amerikanische, japanische und Schweizer Forscher aus den Ergebnissen einer Studie, in der sie einen extrem niedrigen Östrogenspiegel in Hirngewebe gestorbener Alzheimer-Patientinnen nachgewiesen haben. Weitere Untersuchungen von der Forschergruppe um Dr. Rena Li vom Sun-Health-Forschungszentrum in Sun City an genetisch veränderten Mäusen bestätigten den Zusammenhang: Wird die Östrogenproduktion im Gehirn gezielt blockiert, bilden sich bei den Tieren sehr viel früher die für Alzheimer typischen Proteinablagerungen im Gehirngewebe. Schon länger ist bekannt, dass Frauen häufiger Alzheimer entwickeln als Männer. Wie frühere Studien ergeben haben, kann ein erhöhtes Risiko durch eine längere Lebenserwartung von Frauen nicht die einzige Ursache für Alzheimer sein. Wissenschaftler vermuten daher, dass der sinkende Östrogenspiegel nach den Wechseljahren ebenfalls wichtig ist - möglicherweise, weil der Hormonmangel die Gehirnzellen anfälliger für neurodegenerative Krankheiten macht.

Quelle: Ärzte-Zeitung vom 21.12.05 – ddp.vwd