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02.02.2006
News

Risiko für Alzheimer liegt in den Genen

Schlagworte: Gehirnforschung

 

In bis zu achtzig Prozent der Fälle bestimmen genetische Faktoren, ob und sogar wann eine Demenzerkrankung ausbricht. Das hat ein internationales Forscherteam an der Universität von Südkalifornien in Los Angeles bei einer Untersuchung von knapp 12.000 Zwillingspaaren entdeckt. Sie werteten die Daten von Zwillingspaaren, die mittlerweile älter als 65 Jahre sind und bei denen beide Geschwister noch leben. Durch den Vergleich der Demenzhäufigkeit bei eineiigen und zweieiigen Paaren erhofften sich die Forscher dabei Informationen über den Anteil der Gene an der Krankheit.

Das Ergebnis: Bei 392 der in der Studie untersuchten Paare litt mindestens ein Zwilling an Alzheimer, und bei eineiigen Paaren waren häufiger beide Geschwister betroffen als bei zweieiigen. Auch war das Alter, in dem die Krankheit ausbrach, bei eineiigen Zwillingen sehr viel ähnlicher als bei den zweieiigen. Demnach werde das Risiko für die Krankheit zu 79 Prozent vererbt und zu 21 Prozent von Umweltfaktoren bestimmt, schreiben die Forscher. Welche Gene dabei entscheidend sind, konnte allerdings noch nicht festgestellt werden.

 

Quelle: ddp/Wissenschaft.de vom 07.02.06 - Archives of General Psychiatry, Bd. 63, S. 168