Wenig Schlaf erhöht Blutdruck
Schlagworte: BlutdruckErwachsene, die fünf oder weniger Stunden Schlaf pro Nacht haben, erkranken häufiger an Bluthochdruck. Dies ergab die Longitudinal-Study in Hypertension (2006, 10.1161/01.HYP.0000217362.34748.e0). Nach einer Untersuchung des US-Institute of Medicine leiden 50 bis 70 Millionen Amerikaner unter Schlafstörungen, die oft durch fehlende Schlafhygiene ausgelöst werden. Wissenschaftler der Columbia Universität in New York errechnen für eine Schlafdauer von 5 Stunden oder weniger eine Hazard Ratio von 2,10 (95-Prozent-Konfidenzintervall 1,58-2,79) für die Stichprobe von 32 und 59 Jahre alten Amerikanern, deren Gesundheitsdaten in der US-National Health and Nutrition Examination Study (NHANES) abgefragt wurden. Da der Einfluss des Schlafentzugs unabhängig von anderen bekannten Auslösern der Hypertonie ist, muss er nach Ansicht der Forscher auch als unabhängiger Risikofaktor angesehen werden. Passend zu der Studie kommt ein Bericht des US-Institute of Medicine, der vielen Amerikanern zu wenig Schlaf und der Forschung zu wenig Beachtung dieser Tatsache bescheinigt. Die Amerikaner schlafen immer weniger, weil die Arbeitszeiten sich verlängert haben und die Bevölkerung immer mehr Zeit mit fernsehen und am Computer verbringe.
Quelle: Deutsches Ärzteblatt vom 05.04.06


