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01.05.2006
News

Jeder Dritte kennt keinen einzigen Risikofaktor

Schlagworte: Schlaganfall

 

Deutsche Experten des Kompetenznetz Schlaganfall um Prof. Dr. Stefan Willich und Prof. Dr. Arno Villringer von der Charité Berlin fanden in einer Studie zum Risikowissen der Bevölkerung über den Schlaganfall erschreckende Daten: 32 Prozent der rund 28.000 Befragten im Alter von über 50 Jahren konnten keinen einzigen Risikofaktor benennen. 10 Prozent benannten einen, 20 Prozent zwei und 13 Prozent vier richtige Risikofaktoren. Dabei waren Hypertonie, Rauchen und Übergewicht die am häufigsten genannten Risikofaktoren, während Typ-2-Diabetes und koronare Herzkrankheit weniger bekannt waren. Dass ein Schlaganfall ähnliche Ursachen haben kann wie ein Herzinfarkt war ebenfalls nicht weit verbreitet. Potentiell gefährdete Personen waren dabei zum Teil nicht besser informiert als Personen mit geringerem Risiko“, so Prof. Willich. Besseres Wissen war signifikant nicht nur mit einem geringeren Alter, sondern auch mit einem höheren Bildungsstand, der deutschen Staatsangehörigkeit und dem Leben in einem Mehrpersonenhaushalt, verknüpft. Die überwiegende Mehrheit bezog ihr Wissen aus den Massenmedien. Potentiell gefährdete Personen, wie ältere Menschen, Männer und Patienten mit einer Schlaganfallvorgeschichte, erhielten eher Informationen vom Hausarzt.

Quelle: PROPRAXIS Neurologie/Psychiatrie April 2006 – Stroke 2006; 37:946