Geschäftsstelle: Vallstedter Weg 114A, 38268 Lengede, Deutschland | Tel.: +49 (0) 5344 - 80 33 70 | Fax: +49 (0) 5344 - 80 33 71 | gst@gsaam.de
Sie sind hier:NewsArchiv
01.05.2006
News

Pausen in der Musik entspannen besser als langsame Rhythmen

Schlagworte: Entspannung

 

Stille hat eine stärkere entspannende Wirkung als beruhigende Musik. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forschern aus England und Italien, die den Einfluss von Musik auf Herzfrequenz, Blutdruck und Atemfrequenz untersuchten. Demnach erhöhen sich diese Werte umso stärker, je schneller der Rhythmus der gehörten Musik ist. Langsame Musik hat eine entspannende Wirkung, die aber von ruhigen Pausen zwischen Musikintervallen noch übertroffen wird. In der Studie hörten 24 Probanden kurze Musikstücke verschiedener Stilrichtungen. Die Forscher um Luciano Bernardi zeichneten währenddessen Herzfrequenz, Blutdruck, Atemfrequenz und andere Werte auf, die auf Erregung oder Entspannung hinweisen. In einem zweiten Versuch wurde an zufälliger Stelle zwischen den Musikstücken eine zweiminütige Pause eingefügt. Blutdruck und Herzfrequenz erhöhen sich proportional zur Geschwindigkeit der gehörten Musik, ergab die Auswertung. Die Stilrichtung der Musik hatte keinen Einfluss auf die Werte der Probanden. So zeigten beispielsweise schnelle klassische Musik und Techno dieselbe Wirkung. Bestimmte langsame Rhythmen hatten zwar eine beruhigende Wirkung auf die Testpersonen, Herzfrequenz, Blutdruck und Atemfrequenz fielen jedoch während der kurzen ruhigen Intervalle zwischen der Musik noch weiter. Das deute darauf hin, dass Pausen oder auch ein zwischenzeitlich langsameres Tempo für die entspannende Wirkung von Musik sehr wichtig seien, erklären die Forscher.

 

Quelle: ddp/wissenschaft.de vom 06.05.06 - Luciano Bernardi (Universität von Pavia) et al.: Heart, Bd. 92, S. 445.