Verzehr von Tomatenmark senkt Prostatarisiko
Schlagworte: ProstataDas in Tomaten enthaltene Lycopen gilt als Substanz, die das Prostatakrebsrisiko senken kann. Der Frage, in welcher Form Tomaten eventuell auch eine protektive Wirkung aufweisen, wurde in einer Studie mit Heidelberger Männern aus der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC)-Kohorte nachgegangen. Ein hoher Verzehr von Tomatenmark war umgekehrt proportional zum Prostatakarzinomrisiko. Bei einem Drittel der Männer mit dem höchsten Tomatenmarkkonsum betrug die Odds Ratio 0,58 nach Adjustierung für Alter, Body Mass Index, Bildungsstand, Raucherstatus und Gesamtenergie-Aufnahme. Die höchste Risikoreduktion wurde bei schlecht differenzierten, hochmalignen Tumoren (WHO-Grad III) registriert: Odds Ratio 0,32 im Drittel mit dem höchsten Tomatenmarkverzehr. Rohe und gekochte Tomaten sowie Tomatensauce hatten hingegen keinen Einfluss auf das Prostatakarzinomrisiko.
Quelle: andrologen.info April 2006, Stiehm M, Nagel G, Linseisen J. Tomato consumption and prostate cancer risk in EPIC-Heidelberg. Deutscher Krebskongress, Berlin 2006, PO292


