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01.06.2006
News

Sport statt Herzkatheder?

Schlagworte: Bewegung

 

Regelmäßiges körperliches Training führt bei Menschen mit einer stabilen koronaren Herzkrankheit zu gleich guten Symptomverbesserungen wie einer Erweiterung der Herzkranzgefäße mittels Ballon (PCTA) oder die Implantation eines Stents. Die trainierten Patienten erleiden aber weniger Herzinfarkte, berichtete Dr. Claudia Walther aus Leipzig bei der 72. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher in der PET-Studie, in der 101 Patienten mit stabiler KHK und Verengung der Koronararterien jeweils entweder zu Trainingstherapie oder zu einer Intervention (Herzkrankgefäßdehnung mit Ballonkatheder/Stent) zugewiesen wurden. Die Patienten in der Bewegungsgruppe trainierten zweimal täglich auf einem Fahrradergometer. Nach einer Beobachtungszeit von vier Jahren war in beiden Gruppen eine signifikante Verbesserung ihrer Symptome zu beobachten. Beide Therapiestrategien führten auch zu vergleichbaren Ergebnissen hinsichtlich der körperlichen Belastbarkeit. Bei Patienten der Trainingsgruppe traten aber deutlich weniger kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle auf.

Quelle: VITA Mai 2006 – DGK-Kongress April 2006 in Mannheim