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01.07.2006
News

Häufigkeit von Hüftfrakturen erhöht sich bis 2050 auf 6,3 Millionen

Schlagworte: Osteoporose

 

Die geschätzte Zahl an Hüftfrakturen wird weltweit von 1,7 Millionen im Jahr 1990 auf 6,3 Millionen im Jahr 2050 steigen, so die Autoren eines Seminarartikels im Lancet zu Osteoporose. Hüftfrakturen zählen zu den verheerendsten Auswirkungen von Osteoporose; betroffene Patienten müssen ins Krankenhaus eingewiesen werden, und häufig folgen Behinderungen oder sogar der Tod. In ihrem Artikel berichten Philip Sambrook vom Royal North Shore Hospital im australischen Sydney und Cyrus Cooper von der University of Southampton in Großbritannien, dass die jährliche Zahl an Frakturen mit fortschreitender Alterung der Population wohl erheblich steigen wird, da ältere Menschen weltweit die am schnellsten wachsende Altersgruppe darstellen. Auch wenn die Häufigkeitsraten von Hüftfrakturen stabil bleiben, wird sich die geschätzte Zahl an Hüftfrakturen weltweit von 1,7 Millionen im Jahr 1990 auf 6,3 Millionen im Jahr 2050 erhöhen, so die Autoren. Sie fügen jedoch hinzu, dass die Frakturhäufigkeit in vielen Teilen der Welt anzusteigen scheint. Unter der Annahme, dass die Frakturraten nur um 1 Prozent pro Jahr ansteigen, berechnen die Autoren, dass die Zahl der Hüftfrakturen weltweit im Jahr 2050 bis zu 8,2 Millionen betragen könnte. Die ökonomische Belastung, die Osteoporose bedingte Frakturen für Gesundheitssysteme weltweit darstellen, wird sich daher wahrscheinlich erhöhen. Die Autoren erklären: "Im Jahr 1997 lag eine konservative Schätzung der weltweiten direkten und indirekten jährlichen Kosten von Hüftfrakturen bei 131,5 Milliarden US-Dollar. Neuerdings werden die kombinierten jährlichen Kosten aller Osteoporose-bedingten Frakturen auf 20 Milliarden US-Dollar in den USA und 30 Milliarden US-Dollar in der Europäischen Union geschätzt."

 

Quelle: Lancet 2006; 367: 2010