Antioxidanzien und Spurenelementen im Fokus
Schlagworte: KrebserkrankungenHohe Spiegel von antioxidativen Vitaminen, Selen und Zink sowie niedrige Konzentrationen von Kobalt, Kupfer und Nickel sind möglicherweise wirksam in der Prävention und Behandlung von Prostatakrebs. In einer Studie wurden bei 20 Patienten mit Prostatakrebs und 21 Kontrollpersonen Vitamine und Spurenelemente im Blut untersucht. Im Vergleich zur Kontrollgruppe waren die Serumspiegel der Vitamine A, C und E signifikant niedriger und die Malondialdehyd (MDA)-Spiegel bei den Krebspatienten signifikant höher als in der Kontrollgruppe. Bei den Prostatapatienten waren auch die Nickel-, Kobalt- und Kupferkonzentrationen erhöht. Die Selen- und Zinkwerte waren dagegen signifikant
erniedrigt. Die Eisenwerte waren vergleichbar. Die Vitamine A, C und E sowie das Spurenelement Selen gehören zu den wichtigsten nicht-enzymatischen Antioxidanzien und haben einen protektiven Effekt gegen Lungen-, Blut und Prostatakrebs. Spurenelemente wie Zink, Eisen und Kupfer spielen eine wichtige Rolle als essenzielle Kofaktoren bei vielen biochemischen Reaktionen. Onkologen sollten nach Ansicht der Autoren die Beziehung zwischen Krebserkrankungen und Spurenelementen kennen, da eine Reihe von Metallen freie Radikale erzeugen bzw. in hohen Dosen toxisch wirken und die DNS schädigen.
Normalerweise weist die Prostata eine hohe Konzentration von Zink auf, was vermuten lässt, dass Zink in diesem Organ eine wichtige Rolle spielt. Das signalisiert auch eine signifikant erniedrigte Zinkkonzentration bei Prostatapatienten. Umgekehrt lässt sich Kupfer, dessen Konzentration bei Krebspatienten signifikant erhöht war, möglicherweise als Indikator für eine Krebserkrankung werten. Kobalt, das auch in der Radiotherapie verwendet wird, scheint wiederum im Gegensatz zu Nickel einen antikanzerogenen Effekt zu haben.
Quelle: Clin Chem Lab Med 44 (2006) 175-179 – AAM 04/2006


