Geschäftsstelle: Vallstedter Weg 114A, 38268 Lengede, Deutschland | Tel.: +49 (0) 5344 - 80 33 70 | Fax: +49 (0) 5344 - 80 33 71 | gst@gsaam.de
Sie sind hier:NewsArchiv
01.10.2006
News

Wirbelsäulengymnastik erhöht auch die Beinkraft

Schlagworte: Bewegung

 

Frauen in der Postmenopause, die die Kraft in den Beinen steigern wollen, um ihr Sturz- und Frakturrisiko zu senken, müssen nicht unbedingt ins Fitnessstudio. Münchner Sportmediziner haben 69 Frauen in der Postmenopause untersucht. Alle Frauen hatten eine zu geringe Knochendichte, wie Dr. Monika Siegrist von der TU München und ihre Mitarbeiter berichten. Ein Jahr lang absolvierten 20 Frauen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren lediglich Wirbelsäulengymnastik, und zwar zweimal pro Woche für je 45 Minuten mit vorwiegend rumpfstabilisierenden Übungen. 26 Frauen machten jeweils zusätzlich etwa 30 Minuten lang ein konventionelles Krafttraining an Geräten, einschließlich Latissimuszug, Ruderzug und Beinpresse. Die übrigen 23 Studienteilnehmerinnen machten zusätzlich zur Wirbelsäulen-gymnastik zehn Minuten lang ein Vibrationstraining, etwa mit einer Wippe. Hierbei erzeugt ein Elektromotor so rasche Vibrationen, dass es unwillkürlich zu Muskelkontraktionen kommt. Mit der Kombination aus Wirbelsäulengymnastik und Vibrationstraining nahm die Kraft der Beinstrecker mit 54 Prozent am stärksten zu, mit der Kombination Wirbelsäulen-gymnastik plus Krafttraining waren es 50 Prozent. Aber auch mit Wirbelsäulengymnastik alleine erhöhte sich die Kraft der Beinstrecker deutlich, und zwar um 22 Prozent. Außerdem war bei diesen Frauen das Wohlbefinden - beurteilt nach einer visuellen Analogskala mit 100 Punkten - am besten.

Quelle: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin 57, 2006, 182 – Ärzte-Zeitung vom 05.10.06