Kunstlicht steigert das Brustkrebs-Risiko
Schlagworte: MelatoninKunstlicht vor allem abends und nachts bringt das Hormonsystem durcheinander und erhöht das Krebsrisiko, haben Wissenschaftler der Universität Connecticut, USA,
jetzt herausgefunden. Eine Schlüsselrolle scheint dabei das körpereigene Hormon Melatonin zu spielen. Das Schlafhormon wird vor allem nachts gebildet und sorgt für die reguläre Produktion von Östrogenen. Hält man sich als Frau viel und besonders nachts im Kunstlicht auf, bildet sich weniger Melatonin und der Östrogenspiegel steigt im Blut. Eine hohe Östrogenkonzentration kann wiederum die Entstehung von Brustkrebs fördern. Forscher des Fred-Hutchinson-Zentrums für Krebsforschung in Seattle/USA fanden bereits 2001 heraus, dass das Brustkrebs-Risiko mit der Häufigkeit und Länge von Nachtschichten deutlich ansteigt. Eine Befragung der Harvard Medical School in Boston/USA ergab 2002 bei 120.000 Krankenschwestern, dass das Brustkrebs-Risiko nach 15 Jahren regelmäßiger Nachtarbeit um ein Drittel höher ist als üblich. Experten vom Mammazentrum Hamburg raten, sich tagsüber mindestens eine Stunde im Tageslicht aufzuhalten, zwei Stunden vor Mitternacht ins Bett zu gehen und sieben bis acht Stunden zu schlafen. Bei Kunstlicht sollte man darauf achten, dass es sich um kein helles weißes Licht, sondern schwaches gelbes Licht handelt.
Quelle: Journal of the National Cancer Institute, Bd, 20, S. 1557 / VITAL / www.brustkrebs-web.de


