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01.12.2006
News

Erhöht rotes Fleisch das Brustkrebsrisiko?

Schlagworte: Frauengesundheit

 

Essen Frauen über Jahre hinweg regelmäßig größere Mengen an rotem Fleisch (Rind-, Schweine- und Lammfleisch), erhöht sich scheinbar ihr Risiko, an einer Form von hormonell hervorgerufenem Brustkrebs zu erkranken. Darauf weisen US-amerikanische Wissenschaftler hin, die Daten von Frauen innerhalb der Nurses Health Study II auswerteten.

In den letzten Jahren sind bei Frauen vor den Wechseljahren Brusttumoren, deren Zellen Rezeptoren für Östrogen oder Progesteron besitzen, im Vergleich zu nicht-hormon-assoziierten Tumoren häufiger geworden. Bei der Auswertung der Daten von mehr als 90.000 Frauen, die an der seit 1989 laufenden Nurses Health Study II teilgenommen haben, stellte die Forschergruppe um Eunyoung Cho von der Harvard Medical School in Boston fest, dass das Risiko für diese speziellen Brustkrebsformen umso höher war, je mehr rotes Fleisch die Frauen zwischen ihrem 26. und 46. Lebensjahr verzehrt hatten. Bei Frauen, die täglich mehr als anderthalb Portionen dieses Fleisches gegessen hatten, sei das Risiko fast

doppelt so groß wie bei Frauen, die nur dreimal in der Woche oder seltener Rind-, Schweine- oder Lammfleisch zu sich genommen hätten.

Nach Aussage der Autoren könnten mehrere biologische Mechanismen diese Verbindung zwischen rotem Fleisch und hormonell hervorgerufenem Brustkrebs erklären. Schon früher wurde gezeigt, dass bestimmte Komponenten in rotem Fleisch Brustkrebs bei Tieren auslösen könnten. Außerdem werden in den USA noch immer die Rinder mithilfe von Hormonen gemästet. Diese Hormone könnten dann über das Essen in den Körper gelangen. Auch die US-amerikanische Sitte, Fleisch über dem offenen Feuer zu grillen, erhöht die Konzentration krebserregender Stoffe beträchtlich.

Die Ergebnisse der Studie würden außerdem auch erklären, warum in asiatischen Ländern, in denen relativ wenig Rindfleisch konsumiert wird, dieser Brustkrebs deutlich seltener auftritt als bei den zu Fast Food neigenden Amerikanern.

 

Quelle: Arch Intern Med., Vol. 166, pp 2253-2259 (13.11.06) – OnVista Media