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01.12.2006
News

Sport während einer Diät erhält die Knochendichte

Schlagworte: Bewegung

 

Wer durch eine Diät stark an Gewicht verliert, sollte auch Sport treiben – sonst kann auch die Knochendichte merklich zurückgehen. Das folgern amerikanische Mediziner aus einer Studie an 48 Probanden, die sie während einer Diät ein Jahr lang beobachteten. Die beim Sport entstehende mechanische Belastung des Skeletts stimuliert die Knochenneubildung und gleicht so den Verlust der Knochensubstanz aus, schreiben die Wissenschaftler.

Die Forscher teilten die Probanden, die meist übergewichtig, aber nicht fettleibig waren, für ihre Studie zufällig in drei Gruppen auf. Die erste Gruppe musste ein Jahr lang eine kalorienreduzierte Diät einhalten, die zweite Gruppe durfte normal weiter essen, musste aber Sport treiben, und eine Kontrollgruppe erhielt auf Anfrage Informationen über eine gesunde Lebensführung. Sowohl in der Diätgruppe als auch in der Sportgruppe wurde in neun Monaten eine Kalorienreduzierung um zwanzig Prozent erreicht.

Die Teilnehmer, die ihre Ernährung umgestellt hatten, wogen durchschnittlich knapp elf Prozent ihres Körpergewichts weniger, die Sportler rund acht Prozent. Während die Mediziner bei der Diätgruppe eine Reduktion der Knochendichte um ungefähr zwei Prozent feststellten, fanden sie bei den Sportlern keine Veränderung. Obwohl eine Markersubstanz im Blut der Probanden darauf hinwies, dass bei beiden Gruppen vermehrt Knochensubstanz abgebaut wurde, konnte dies in der Gruppe der Sportler durch erhöhten Wiederaufbau der Knochen – repräsentiert durch einen weiteren Marker – wieder wettgemacht werden.

 

Quelle: Arch of Intern Med, Bd. 166, S. 2502 (2006), - www.wissenschaft.de