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01.01.2007
Herz-Kreislauf, News

Rückgang der Schlaganfallinzidenz

Schlagworte: Herz-Kreislauf

 

Schlaganfälle sind nach Krebs und Herzerkrankungen die dritthäufigste Todesursache. Nach einer Analyse der Framingham-Studie im amerikanischen Ärzteblatt ist die Inzidenz rückläufig. Die Framingham-Studie begleitet seit 1948 eine Gruppe von Erwachsenen aus der Kleinstadt südwestlich von Boston. Seit 1971 wurden auch die Kinder und deren Partner in die „Offspring“-Kohorte aufgenommen. Die Teilnehmer werden regelmäßig befragt und medizinisch untersucht. Die Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Todesursachen werden penibel registriert, sodass die Daten die wohl weltweit zuverlässigsten Aussagen über langfristige Trends in der Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ermöglichen. Für die aktuelle Analyse hat Raphael Carandang von der Universität Boston die Daten aus drei Zeitperioden (1950 bis 1977, 1978 bis 1989 und 1990 bis 2004) gegenübergestellt. Danach ist das Lebenszeitrisiko bis zum 90. Lebensjahr an einem klinischen Schlaganfall zu erkranken, für 65-jährige Männer im Alter ab 65 Jahre von 19,5 auf 14,5 Prozent und für 65-jährige Frauen von 18,0 auf 16,1 Prozent gesunken. Der Schweregrad des Schlaganfalls ist altersadjustiert gleich geblieben. Männer überleben den Schlaganfall jedoch deutlich häufiger: Die 30-Tage-Sterblichkeit sank von 23 Prozent auf 14 Prozent. Bei den Frauen ist dieser Trend nicht erkennbar. Die 30-Tage-Sterblichkeit ging nur nicht-signifikant von 21 auf 20 Prozent zurück.

 

Quelle: Deutsches Ärzteblatt vom 28.1.2007 - JAMA 2006; 296: 2939-2946)