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01.01.2007
Altern, News

Wissen lässt auch älter werden

Schlagworte: Lebenserwartung

 

Eine gute Bildung zahlt sich aus – und dies nicht nur finanziell, sondern auch in der Lebenserwartung. Sie verlängert das Leben um bis zu sieben Jahre. Das geht aus einer soeben veröffentlichten Studie der Sozialmedizinischen Institute der Universitäten Bern und Zürich hervor. Im Rahmen der „Swiss National Cohort“ wurden vier Bildungskategorien untersucht. Obligatorische Schulzeit, Berufslehre, höhere sekundäre Bildung und Studium. Das Ergebnis: 30-jährige Männer mit einem Universitätsabschluss werden 7,1 Jahre älter als Gleichaltrige, bei denen es nur zum obligatorischen Schulabschluss gereicht hat. Im Alter von 65 Jahren beträgt der Unterschied immer noch 3,5 Jahre. Bei Frauen fällt der Unterschied etwas kleiner aus und beträgt bei 30-Jährigen 3,6 Jahre, bei 65-Jährigen 2,7 Jahre. Matthias Egger, Direktor des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin Bern: Bildung umschreibt viele Aspekte des Lebens. Verfügbarkeit finanzieller Mittel, besseres soziales und berufliches Umfeld, besserer Umgang mit Risiken und dem Gesundheitswesen. Die großen Unterschiede in der Lebenserwartung seien aber auch ein Ausdruck sozialer Ungleichheit: Wer die Chancen für eine höhere Ausbildung hat, genießt auch sonst Vorteile im täglichen Leben und lebt schließlich länger.

Quelle: Gyne 11-2006