Mit Hagebutte gegen Arthrose
Schlagworte: Ernährung, ArthroseArthrose-Kranken hilft offenbar ein Pulver aus den Früchten der Hagebutte. Erste Studiendaten belegen, dass sich mit der Essenz der Rosa canina sowohl die Schmerzen als auch der Verbrauch von Analgetika verringern lassen. Berliner Wissenschaftler haben zwei randomisierte und doppelblinde Studien, eine norwegische und eine dänische, zusammengefasst und deren Ergebnisse auf dem Rheumatologen-Kongress in Wiesbaden präsentiert. Für die Untersuchungen wurde ein Pulver aus dem isolierten aktiven Inhaltsstoff der Hagebutte verwendet. Dabei handelt es sich um ein aus einem Zuckeranteil und Fettsäuren bestehenden Galaktolipid, das nach bisherigen Studien antiphlogistisch und antioxidativ wirkt. Die Hinweise auf anitinflammatorische Effekte bestätigten jetzt die Berliner Kollegen nach Analyse der beiden Studien. In der ersten wurden 100 Patienten mit arthrotischen Hüft- und Kniegelenken vier Monate lang zweimal täglich entweder mit Placebo oder 2,5 Gramm des Hagebuttenpulvers behandelt. In der zweiten Studie erhielten 112 Arthrose-Patienten drei Monate lang entweder Placebo oder 5 Gramm des Präparates. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie sind: Bei zwei Dritteln der mit dem pflanzlichen Nahrungsergänzungsmittel behandelten Patienten nahmen nicht nur die Schmerzen deutlich ab (Placebo: 44 oder 36 Prozent), sondern es besserte sich auch die Beweglichkeit der Gelenke. In einer der beiden Studien ging auch der Schmerzmittelverbrauch um die Hälfte zurück.
Quelle: Ärzte-Zeitung vom 28.02.2007


