Mittagsschlaf verhindert Herztod
Schlagworte: HerztodrisikoLob der Faulheit: Wer regelmäßig eine Siesta hält, schläft sein Herztodrisiko einfach weg. Mittags für ein halbes Stündchen die Füße hochlegen und ein wenig wegdämmern – in unseren Breiten wird das von Chefs nicht unbedingt gerne gesehen. Doch jetzt liefern griechische Epidemiologen ein neues und triftiges Argument für das in ihrer Heimat übliche Päuschen. Menschen, die mindestens dreimal wöchentliche für eine halbe Stunde eine Auszeit nehmen, haben im Vergleich zu Siesta-Muffeln ein um 37 Prozent geringeres Risiko, an KHK zu sterben. Selbst ab und zu mittags ein wenig ruhen verringert die Gefahr um 12 Prozent, ergab eine über sechsjährige Beobachtung von fast 24.000 initial herzgesunden Personen. Diese Befunde waren unabhängig von anderen Variablen. Bei im Arbeitsleben stehenden Männern war der Effekt am stärksten. Bei ihnen sorgte schon gelegentlicher Mittagsschlummer für einen 64-prozentigen Herztod-Schutz. Vermutlich liegt es am Stressabbau. Für berufstätige Frauen ließ sich das nicht nachweisen. Dafür starben zu wenige von ihnen wegen verstopfter Koronarien.
Quelle: Medical Tribune vom 23.02.07 – Arch Intern Med (2007; 167: 296-301)


