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01.04.2007
Hormone, News, Osteoporose/Knochen

Testosteron verbessert die Knochendichte

Schlagworte: Osteoporose

 

Besteht bei einem Mann ein Androgenmangel, so ist das Osteoporose-Risiko erhöht. Ob die Gabe von Testosteron hier Abhilfe schaffen kann, wurde nun untersucht.

Analysiert wurden Daten von 365 Patienten aus insgesamt acht Studien. Die Hormondosis war in allen Untersuchungen vergleichbar, Unterschiede bestanden jedoch hinsichtlich der Behandlungsdauer und der Applikationsform. Die Metaanalyse ergab einen geringen, aber signifikanten Anstieg der lumbalen Knochendichte um durchschnittlich acht Prozent. Ein Effekt auf die Halswirbelsäule war ebenfalls nachweisbar (vier %), statistisch waren diese Veränderungen jedoch nicht signifikant. Besonders Patienten, die Kortison erhielten, scheinen von der Testosteron-Gabe zu profitieren. In der Subgruppen-Analyse zeigten sich hier Dichtezunahmen der Lendenwirbelkörper um durchschnittlich neun Prozent. Ausschlaggebend für den Therapiererfolg war auch die Applikationsart: Der höchste Erfolg wurde mit intramuskulären Injektionen erzielt. Fazit: Männer mit niedrigen Androgenspiegeln profitieren beim Vorliegen einer Osteoporose von der intramuskulären Gabe von Testosteron.

Quelle: Praxis-Depesche 5/2007 – J Clin Endocrinol Metab (2006; 91: 2011-2016)