Umwelt beeinflusst das Aussehen
Schlagworte: HautKürzlich konnte gezeigt werden, dass Personen, die für ihr Alter „alt“ aussehen, eine geringere Lebenserwartung haben. Jetzt zeigte eine Zwillingsstudie aus Dänemark, dass nicht nur die Gene das wahrgenommene Alter beeinflussen, auch Umweltfaktoren tragen dazu bei.
In der Untersuchung wurden 1826 Zwillinge (840 Männer und 986 Frauen) im Alter von mindesten 70 Jahren über eine Reihe von Umwelteinflüssen und soziodemographischen Faktoren sowie zu ihrem Gesundheitsstatus befragt. Ebenso machte man Fotos von ihrem Gesicht. Anhand dieser Aufnahmen schätzten 10 Krankenschwestern das Alter der Probanden. Der sich daraus ergebende Durchschnittswert galt als das von außen wahrgenommene Alter.
Rauchen, hohe Sonnenexposition, keine oder viele Kinder (mehr als vier) und Schlaganfall sowie Asthma/Bronchitis in der Anamnese ließen Männer signifikant älter aussehen als sie tatsächlich waren, wohingegen ein etwas höherer BMI sie jünger machte. Bei Depressionen, niedrigem sozialen Status und Ledigen ergab sich ein gewisser Trend zu älterem Aussehen.
Bei Frauen waren Rauchen, niedrige soziale Schicht, Depression und kardiovaskuläre Erkrankungen die Faktoren, die sie älter aussehen ließen, tendenziell auch Alkohol, Sonnenexposition und Asthma/Bronchitis. Verheiratete und Übergewichtige sahen dagegen etwas jünger aus.
Quelle: Age Ageing 2006; 35: 110-115 – Arzt und Prävention 02/2007


