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01.07.2007
Altern, News

Was den Knien nützt, tut auch den Fingern gut

Schlagworte: Arthrose

 

Wer auf sein Gewicht achtet, tut nicht nur Knie- und Hüftgelenken etwas Gutes. Auch Finger- und Handgelenke sind so offenbar weniger Arthrose-gefährdet, legt eine Metaanalyse von Studien der TU Dresden nahe. Danach haben Personen mit einem BMI über 25 eine um 40 Prozent höhere Gonarthroserate als Normalgewichtige. Für das Hüftgelenk sei die Datenlage nicht so eindeutig. Ein überraschendes Ergebnis der Studie: Fettleibige waren auch vermehrt von Arthrose an Finger- und Handgelenken betroffen. Erhöhte Harnsäure-, Cholesterin- und Leptinwerte stehen im Zusammenhang mit vermehrter Gelenkdestruktion. Auch von Fettzellen produzierte Entzündungsmediatoren wie Interleukin 6 und Tumor-Nekrose-Faktor schädigen die Gelenke.

 

Eine ermutigende Botschaft: Prävention ist möglich. In Interventionsstudien verminderte eine moderate Diät plus Sport die Schmerzen und besserte die Gehfähigkeit. Fünf Kilogramm geringeres Gewicht geht mit niedrigerem Gonarthrose-Risiko einher: bei Frauen ist es um 50, bei Männern um 20 Prozent reduziert. Empfehlenswert sind Sportarten mit moderater, gleichmäßiger Belastung wie Nordic Walking. Körperliche Aktivität verbrennt nicht nur Kalorien, sie bringt auch Nährstoffe in den Gelenkknorpel und Abbauprodukte hinaus, die Aktivität der Chondrozyten wird angeregt.

 

Charakteristische Zeichen einer frühen Arthrose sind Anlauf- und Belastungsschmerz. Richtungsweisend für die Diagnose sind Alter, berufliche und sportliche Tätigkeit sowie die Familienanamnese.

 

Quelle: Ärzte Zeitung online, 25.01.2007