Milch schützt offenbar vor KHK, Diabetes und frühem Tod
Schlagworte: Metabolisches SyndromDer regelmäßige Konsum von Milch und Molkereiprodukten senkt das Risiko, ein metabolisches Syndrom zu entwickeln, um rund 60 Prozent - auch andere Molkereiprodukte wirken präventiv.
Die vorbeugenden Effekte der Milch gehen aus neu aufbereiteten Daten der Caerphilly-Studie hervor. An dieser 20 Jahre laufenden Studie nahmen zwischen 1979 und 1983 im britischen Caerphilly 2.512 Männer im Alter zwischen 49 und 59 Jahren teil. 137 von ihnen litten schon zu Beginn der Untersuchung an Diabetes mellitus. Bei 15 Prozent der übrigen 2.375 Männer wurde ein metabolisches Syndrom festgestellt. Für diese Diagnose mussten mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllt sein:
● Insulin im Plasma ≥ 163 mmol/l oder Glucose ≥ 6,1 mmol/l;
● BMI ≥ 30;
● HDL-Cholesterin < 0,92 mmol/l und/oder Triglyceride ≥ 3,25 mmol/l;
● systolischer Blutdruck ≥ 166 mmHg und oder diastolischer Blutdruck ≥ 104 mmHg.
Die Ernährungsgewohnheiten wurden per Fragebogen eruiert; bei einem Drittel der Teilnehmer wurde zusätzlich ein einwöchiges Ernährungsprotokoll erhoben, zu dem auch das Abwiegen der Nahrungsmittel gehörte.
Das Risiko, dass sich ein metabolisches Syndrom entwickelt, war bei Männern, die täglich mindestens 1 pt (568 ml) Milch tranken, um 62 Prozent niedriger. Der regelmäßige Konsum anderer Molkereiprodukte, wie Käse oder Jogurt, wurde mit einem Rückgang des Risikos um 56 Prozent belohnt.
Während der Nachbeobachtungszeit zeigte sich, dass das metabolische Syndrom mit einer Verdoppelung des Risikos für KHK und vierfachem Diabetes-Risiko verbunden ist.
Quelle: J Epidemiol Community Health 2007; 61: 695-698 – Ärztliche Praxis Online 16.07.2007


