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01.09.2007
Ernährung, Nahrungsergänzung, News

Erhöht Resveratrol die Lebenserwartung?

Schlagworte: Lebensdauer, Wein, Resveratrol

 

Wissenschaftliche Studien konnten beweisen, dass die Substanz Resveratrol die Lebensdauer fettreich und hyperkalorisch gefütterter Mäuse erhöht. Sie lebten genauso lange wie Artgenossen, die mit einer normalen Resveratrolfreien Standarddiät ernährt wurden. Als natürlicher Inhaltsstoff kommt das Polyphenol vor allem in Rotwein vor. Schon Anfang der 90ger Jahre hatte man festgestellt, dass Südfranzosen trotz fettreicher Nahrung weniger an Herz-Kreislauferkrankungen leiden als beispielsweise Amerikaner mit ähnlich kalorienhaltiger Ernährung. Die Urasche dieses Phänomens, so fanden Untersuchungen heraus, liegt im Rotwein bzw. dessen Inhaltsstoff Resveratrol. Es gehört zu den Substanzklassen der Polyphenole, die in der Schale von Trauben oder auch in Erdnüssen sitzen und ist Bestandteil des pflanzeneigenen Abwehrsystems. Seine Hauptaufgabe ist der Schutz vor Pilzen, Bakterien und Viren. Studien an Mäusen zeigen, dass der Stoff vielfältige Wirkungen auf den Stoffwechsel hat. Mäuse erhielten entweder Standardfutter, mit gehärtetem Kokosfett angereichertes oder mit Kokosfett und zusätzlich mit Resveratrol angereichertes Futter. Das Kokosfett lieferte dabei 60 Prozent der zugeführten Energie. Das wichtigste Ergebnis war, dass die Lebensspanne der fettreich und hochkalorisch ernährten Tiere durch die gleichzeitige Gabe von Resveratrol um bis zu 22 Prozent verlängert werden konnte und der der normal gefütterten Artgenossen glich. Der in der Vergleichsgruppe der fett ernährten Tiere induzierte Anstieg des Körpergewichts blieb aus, und die motorischen Aktivitäten waren ungleich höher. Auch wirkte sich das Polyphenol positiv auf die Zell- und Gefäßgesundheit der Mäuse aus: Das metabolische Syndrom war reduziert und es kam seltener zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es scheint, als habe Resveratrol durch die Aktivierung der Sirtuin-Gene eine ähnliche Wirkung wie die Reduktion der Kalorienzufuhr. Diese Enzyme modifizierende die Proteine, die in den Reperaturmechanismen der DNA oder der Suppression von Tumoren involviert sind. Damit zeigten sich verschiedenen antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften der Substanz in zell- und tierexperimentellen Studien. Ob und wie sich die Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen, bleibt zu erforschen.

 

Quelle: Das PTA-Magazin 06/2007: 26-27