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01.09.2007
Altern, News

Mittelmeerernährung ist Alternative zu Statinen

Schlagworte: Arteriosklerose, Statine, mediterane Diät, Cholesterin

 

Eine so genannte Mittelmeerernährung ist im Hinblick auf die Entwicklung einer Atherosklerose offenbar eine erwägenswerte Alternative zu Statinen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Übersichtsarbeit von Forschern aus der Schweiz. Zudem scheint die Hauptwirkung der Statine nicht in der Senkung erhöhter Cholesterinkonzentrationen, sondern eher in entzündungsmindernden und immunmodulierenden Effekten zu liegen. Die Atherosklerose, ist etwa für die Hälfte aller Todesfälle der über 60jährigen in den Industrienationen verantwortlich. Fehl- und Überernährung/Übergewicht sowie Bewegungsmangel spielen in allen Altersstufen von Kindheit bis zum Greisenalter eine ursächliche Rolle. Weitere Risikofaktoren sind Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes mellitus und erhöhte Cholesterinkonzentrationen. Der Zusammenhang zwischen Cholesterin, LDL-Cholesterin, Aufnahme von tierischen Fetten mit der Nahrung und der Schwere und den Erkrankungsfolgen der Atherosklerose erscheint unter Würdigung der wissenschaftlichen Literatur viel schwächer als oft geglaubt, so der Autor. Angesichts der Nebenwirkungen und Kosten der Statine sei es sinnvoll, über andere Beeinflussungsmöglichkeiten der Atherosklerose nachzudenken. Die Qualität der Ernährung spielt dabei eine wichtige Rolle, wobei eine Mittelmeerernährung, die unter anderem Olivenöl mit einbezieht, einer fettarmen Ernährung überlegen sein kann. Mit der Nahrung aufgenommene B-Vitamine, insbesondere B6, B12 und Folsäure, vermögen erhöhte Homozysteinkonzentrationen als Risikofaktor für eine Atherosklerose zu senken, heißt es in der Meta-Analyse. Industriell hergestellte Trans-Fette sollten die Betroffenen dagegen meiden. Ein gesundheitsbewusster Lebensstil mit angemessener Ernährung, Normalgewicht, viel Bewegung und Nicht-Rauchen sei erstrebenswert und beinhalte Faktoren, die alle im Entscheidungsbereich des Einzelnen liegen, so das Fazit.

 

Quelle: German Medical Science – Ärzteblatt Online 21.08.2007