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01.09.2007
Gewicht, Hormone, News

Östrogene steuern Übergewicht nach der Menopause

Schlagworte: Adipositas, Östrogene, Übergewicht

 

Wie sich Hormonumstellungen während der Menopause auf den Stoffwechsel von Frauen auswirken, ist bisher nur in Ansätzen untersucht. Offensichtlich spielen jedoch Östrogenrezeptoren im Hypothalamus eine zentrale Rolle bei der Gewichtsregulation. Das fanden Forscher der University of Cincinnati in Versuchen mit Mäusen heraus. Bereits frühere Studien hatten nahe gelegt, dass der Estrogen receptor alpha (ER alpha) an der Regulation des Energiehaushaltes und der Nahrungsaufnahme beteiligt ist. Doch genauer lokalisieren ließen sich viele Vorgänge bisher nicht. Das Forscherteam fokussierte auf Regionen des Hypothalamus, die eine hohe Dichte an ER alpha aufweisen, wie der ventromediale Nucleus (VMN), der eine zentrale Rolle in der Regulation des Energiehaushaltes spielt. Mit RNA-Interferenz konnten die Forscher die Östrogenrezeptoren im VMN der Mäuse deaktivieren. In allen anderen Hirnbereichen blieb der Rezeptor hingegen unbeeinflusst. Sobald die Östrogen-Level im VMN der Versuchstiere sanken, reduzierte sich auch ihr Energieumsatz. Die Mäuse entwickelten eine Glucosetoleranz und nahmen erheblich an Gewicht zu - sogar wenn sie kein Gramm Nahrung mehr erhielten. Das überschüssige Fett sammelte sich vor allem im Bauchbereich an. Die Forscher planen nun ähnliche Versuche, in denen sie ER-alpha im Nucleus arcuatus der Mäuse deaktivieren wollen. In dieser Hypothalamus-Region finden sich zwei verschiedene Neuronen-Populationen: Eine stimuliert die Nahrungsaufnahme, eine andere bremst sie.

 

Quelle: American Chemical Society – Ärztliche Praxis Online, 21.08.2007