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01.12.2007
Altern, News

Nach der Menopause mehr Atemwegsprobleme

Schlagworte: Atemwegserkrankungen

 

Nach der Menopause gibt es vermehrt Probleme mit den Atemwegen. Das zeigt eine Studie, die 1.304 Frauen im Alter zwischen 45 und 55 Jahren einschloss. Offensichtlich haben Östrogene auch im Respirationstrakt protektive Effekte. Frauen, deren letzte Periode mehr als sechs Monate zurücklag, wiesen eine signifikante Abnahme der Lungenfunktion auf verglichen mit Frauen, die noch regelmäßig menstruierten. Außerdem litten sie vermehrt unter respiratorischen Symptomen. Die Asthmarate verdoppelte sich fast. Die Probleme waren bei dünnen und übergewichtigen Frauen besonders ausgeprägt, während normalgewichtige oder leicht rundliche Frauen kein erhöhtes Risiko zu haben schienen. Tierexperimentelle Daten sprechen außerdem für einen protektiven Effekt von Östrogenen auf die Atemwege. So schützte eine Hormonersatztherapie ovarektomierte Mäuse mit allergischem Asthma im Vergleich zu Placebo signifikant vor methacholininduzierter Bronchokonstriktion; entzündliche Veränderungen nahmen ab. Bei Meerschweinchen bzw. Ratten mit hypoxisch oder toxisch bedingten Schäden des Respirationstrakts fand sich ein signifikanter Rückgang der Läsionen unter Östrogengabe.

 

Quelle: MMW, 46/2007