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01.01.2008
Altern, Hormone, News

Männer im mittleren Alter aufgepasst!

Schlagworte: Testosteronmangel, Testosteron, Sex

 

Der altersabhängige Mangel an Testosteron (Late-onset-Hypogonadismus) führt eventuell zum Abbau von Muskulatur und Knochensubstanz, vermehrtem Körperfettanteil, Störungen der Sexualfunktion und psychischer Beeinträchtigung. In einer Kohortenstudie wurde untersucht, welche Altersgruppe besonders betroffen ist. An der Studie nahmen 81 gesunde Männer teil; sie wurden in drei Altersgruppen eingeteilt: 20 bis 30 Jahre, 40 bis 50 Jahre und über 60 Jahre. Zusätzlich wurden 20 Patienten mit Late-onset-Hypogonadismus im Alter zwischen 40 und 50 Jahren evaluiert. Bei allen wurde mittels ELISA-Test die Konzentration von Testosteron im Speichel in zweistündigen Abständen zwischen neun Uhr morgens und neun Uhr abends gemessen. Alle Männer unterzogen sich einer kurzen Untersuchung, in der auch die Lebensqualität (QoL) mit Hilfe des Short-Form Health Survey (SF-36) beurteilt wurde. Innerhalb der drei gesunden Kohorten zeigten sich keine signifikanten Unterschiede bezüglich Gewicht und Raucher-Status. Auffällig war jedoch, dass die gesunden 40- bis 50-Jährigen eine statistisch signifikante Einschränkung ihrer QoL durch schmerzhafte körperliche Beschwerden im Vergleich zur Gruppe der 20- bis 30-Jährigen angaben. Diese Studienteilnehmer wiesen (mit Ausnahme von neun Uhr morgens) zu jedem Zeitpunkt die niedrigsten Testosteronspiegel auf. Die Werte waren vergleichbar mit den Patienten, die an Late-onset-Hypogonadismus litten. Bei den 60-Jährigen war ein zirkadianer Rhythmus der Testosteronkonzentration nicht mehr nachweisbar. Die 40- bis 50-Jährigen hatten somit unter den Gesunden die niedrigsten Testosteronkonzentrationen im Speichel und wiesen eine durch körperliche Beschwerden eingeschränkte Lebensqualität auf.

 

Quelle: JHMG 2007; 4: 149 - 154 – Arzt & Prävention, 05/2007