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01.01.2008
Nahrungsergänzung, News, Osteoporose/Knochen

Mineralisation der Knochen oft unzureichend

Schlagworte: Osteoporose

 

Jeder vierte scheinbar Gesunde hat eine Mineralisationsstörung der Knochen und damit ein erhöhtes Osteoporose-Risiko. Um das zu verhindern, ist eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Kalzium und Vitamin D erforderlich. Darauf weisen erste Ergebnisse der Hamburger Bone-Biopsy-Studie hin. In der Studie wurde bislang bei 675 Probanden in Knochenmarkbiopsien aus dem Beckenkamm nach Mineralisationsdefiziten gesucht. Ergebnis: Jeder vierte Proband hatte eine unzureichende Knochenmineralisation. Bei keinem der Studienteilnehmer war die Störung aber zuvor diagnostiziert worden. Außerdem: bei allen Betroffenen lag der Vitamin-D-Spiegel unter 30 µg/l. Dazu passt, dass bei diesem Schwellenwert das Parathormon zu steigen beginnt. "Wir müssen also 30 µg/l Vitamin D erreichen, um eine Mineralisationsstörung auszuschließen", folgerten die Forscher. Ursache der Mineralisationsstörungen sei eine zu geringe Kalziumaufnahme des Körpers. Kalzium und Vitamin D sind für die Knochenmineralisation wichtig. Die Kalziumaufnahme mit der Nahrung sinkt jedoch im Alter. Bei einem Mangel setzt der Körper Kalzium aus den Knochen frei, indem er das Parathormon aktiviert. Und damit steigt das Fraktur-Risiko. Zudem nimmt im Alter der Vitamin-D-Mangel zu. Vitamin D fördert aber die Kalziumresorption aus dem Darm und senkt das Sturzrisiko, indem es die Muskelleistung bessert. Ein Mangel verschärft somit die Lage. Besonders bei Osteoporose-Kranken sei es daher wichtig, außer auf eine Therapie mit spezifischen Osteoporose-Medikamenten wie Bisphosphonaten stets auch auf eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D zu achten.

Quelle: www.aerztezeitung.de 01/2008