Schlafmangel erhöht Diabetes-Risiko
Schlagworte: Diabetes, SchlafEine kurze und eine sehr lange Schlafdauer zeigten sich in einer aktuellen Studie als Risikofaktor für Typ-2-Diabetes. Offensichtlich sind hier metabolische Vorgänge während der Nacht ausschlaggebend. Forscher von der Columbia University in New York (USA) analysierten die Daten von 8.992 Studienteilnehmern im Alter von 32 bis 86 Jahren. Ihre Studie erstrecke sich über den Zeitraum von 1982 bis 1992. Probanden, die weniger als fünf Stunden in der Nacht schliefen, hatten ein signifikant höheres Typ-2-Diabetes-Risiko als diejenigen mit sieben Stunden Schlaf pro Nacht. Dieser Zusammenhang blieb auch bestehen, als die Forscher die Daten um Faktoren wie Alter, Gewicht, körperliche Aktivität, Alkoholkonsum, Depressionen, Bildungsstand und Hypertonie bereinigten. Den Einfluss der Schlafdauer auf die Diabetes-Inzidenz erklären die Forscher mit metabolischen Vorgängen während des Schlafs, durch die Insulinsensitivität und Glukosetoleranz beeinträchtigt werden. Ähnliche Ergebnisse lieferten auch andere experimentelle Studien. Doch auch bei Studienteilnehmern, die mehr als neun Stunden pro Nacht schliefen, war das Diabetes-Risiko erhöht. Eine mögliche Erklärung hierfür könnte sein, dass die längere Zeit im Bett auf eine schlechte Schlafqualität hindeute, so die Wissenschaftler.
Quelle: American Academy of Sleep Medicine - www.aerztlichepraxis.de 12/2007


