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01.01.2008
Ernährung, Herz-Kreislauf, News

Traubenkerne gut fürs Myokard

Schlagworte: Kardioprotektion

 

Mehrfach wurde in der Vergangenheit darüber berichtet, dass Traubenkerne kardioprotektiv wirken, wahrscheinlich wegen ihrer antioxidativen Eigenschaften. Traubenkernextrakt (grape seed extract = GSE), eigentlich ein Abfallprodukt der Weinkellereien und Traubensafthersteller, enthält zwischen fünf und acht Prozent Polyphenole, vor allem Flavonoide in Form verschiedener Catechine und Proanthocyanidine wie Proanthocianidin B4 (pc B4). In vitro wurde nun von chinesischen Wissenschaftlern untersucht, ob Herzzellen (H9C2), die mit unterschiedlich hohen Konzentrationen (25, 50 oder 100 µmol) von Catechin oder pc B4 inkubiert wurden, einen höheren Schutz vor oxidativen Schäden aufwiesen. Als Parameter dienten hierzu SOD (Superoxid Dismutase) und Katalase, GSH (red. Glutathion) und GSH-Peroxidase, Glutathion-S-Transferase (GST), die Bildung freier Radikaler sowie Hemmung der Apoptose. Nach der Inkubation konnten ab einer Konzentration von 50 µmol erhöhte Aktivitäten von SOD, Katalase, GSH und GST nachgewiesen werden, was mit einem deutlichen Rückgang der ROS (reaktive Sauerstoffspezies) einherging. Insgesamt nahm die Konzentration freier Radikaler signifikant ab. Dies ging mit einem erhöhten Schutz der inkubierten Herzzellen vor Apoptose einher. Die in Weintraubenkernen enthaltenen Polyphenole könnten also dosisabhängig aufgrund der Induktion endogener antioxidativer Enzyme kardioprotektiv wirken.

 

Quelle: J Agric Food Chem 2007; 55: 1695 - 1701 – Arzt & Prävention 06/2007