Frauen profitieren weniger als Männer
Schlagworte: Primärprävention mit ASSDas Acetylsalicylsäure (ASS) bei Männern kardioprotektiver wirkt als bei Frauen, konnten kanadische Wissenschaftler nachweisen. Nachdem lange Unklarheit bestand, warum Effekte von ASS in klinischen Studien zur Primärprävention so stark variieren – Risikoreduktion für kardiale Ereignisse von 0 – 50 Prozent - scheint sich jetzt zu verdichten, dass das Geschlecht eine entscheidende Rolle spielt. Die Forscher hatten 23 klinische Studien mit mehr als 113.000 Patienten analysiert. Je höher der Anteil an Männern in den Studien, desto größer war die vorbeugende Wirkung vor einem nicht-tödlichen Herzinfarkt, nicht jedoch für einen tödlichen Herzinfarkt. Insgesamt lassen sich aber 27 Prozent der Unterschiede auf die unterschiedliche Gender-Zusammensetzung der Studien zurückführen. Die genauen Gründe hierfür sind unklar, diskutiert werden u.a. häufigere ASS-Resistenzen und kleinere Koronargefäße bei Frauen. Es gebe bei Frauen auch mehr fibrotische Ablagerungen und die vasodilatorische Antwort auf Acetylcholin sei geringer als bei Männern.
Quelle: BMC Medicine 2007; 5: 29


