Tee ist gut für die Knochen
Schlagworte: KnochendichteErnährung und Lebensstil haben einen großen Einfluss auf den Knochenstoffwechsel. Neue Daten lassen nun vermuten, dass sich der regelmäßige Genuss von Tee positiv auf die Knochendichte auswirkt. Einige Studien haben bereits gezeigt, dass Teetrinker eine höhere Knochendichte haben und somit seltener entsprechende Frakturen erleiden als Menschen, die keinen Tee trinken. Um dem genauer nachzugehen, untersuchten Wissenschaftler aus Australien in einer Querschnitts- und einer longitudinalen Studie den Zusammenhang zwischen der Knochendichte von älteren Frauen und ihrem Teekonsum. Sie griffen auf die Daten einer prospektiven Studie zurück, in der an 1.500 Frauen zwischen 70 und 85 Jahren untersucht worden war, ob die orale Einnahme von Kalzium osteoporotische Frakturen verhindern kann. Die Patientinnen unterzogen sich ein bis fünf Jahre nach Studienbeginn einer Messung der Flächenknochendichte („areal bone mineral density“, aBMD) mittels DXA. Für die Querschnittsstudie gaben 1.027 der Frauen zum Zeitpunkt der zweiten Messung in einem Frageboten an, wie viel schwarzen Tee sie im letzten Jahr durchschnittlich pro Tag getrunken hatten. Die Antworten wurden dann mit den DXA-Ergebnissen verglichen. In der Querschnittsanalyse zeigte sich, dass Tee trinkende Frauen eine um 2,8 Prozent höhere Knochendichte der Hüfte aufwiesen als Frauen, die keinen Tee konsumierten (p < 0,05). Auch die longitudinale Studie ergab einen positiven Zusammenhang: Die Teetrinkerinnen büßten in den vier Jahren zwischen den Messungen durchschnittlich 1,6 Prozent ihrer Knochendichte ein, die dem Tee entsagende Gruppe verlor sogar 4,0 Prozent (p < 0,05). Auch die Berücksichtigung möglicher anderer Faktoren wie Zigarettenkonsum, Body-Mass-Index, Alter u.a. änderte nichts an der Signifikanz der Ergebnisse. Die genauen Zusammenhänge bleiben jedoch nach wie vor ungeklärt.
Quelle: AM J Clin Nutr 2007; 86: 1243-7


