Deutlich mehr oxidativer Stress jenseits der 60
Schlagworte: Altersforschung, oxidativer StressOxidativer Stress scheint mit dem Alter zuzunehmen; die wissenschaftliche Beweislage ist jedoch widersprüchlich. Eine mexikanische Forschergruppe untersuchte deshalb die Zusammenhänge zwischen dem Altern und einigen Markern von oxidativem Stress genauer. Teilnehmer waren 249 gesunde Probanden, davon 22 im Alter von 25 bis 29 Jahren, 24 zwischen 30 und 39, 30 zwischen 40 und 49, 48 zwischen 50 und 59, 60 zwischen 60 und 69 und 65 Personen im Alter von 70 und darüber. Man bestimmte die Lipoperoxidasen und den Antioxidanzienstatus im Blut sowie die Aktivitäten von Superoxiddismutase und Glutathionperoxidase in den Erythrozyten. Man fand eine Zunahme der Lipoperoxidasen mit dem Alter. Umgekehrt nahm der Antioxidanzienstatus mit den Jahren ab. Die Glutathionperoxidaseaktivität in den Erythrozyten sank ebenfalls in altersabhängiger Weise. Die Superoxiddismutaseaktivität blieb dagegen in allen Altersstufen annähernd gleich. Eine wichtige Erkenntnis: Bei Probanden unter 60 Jahren waren die Veränderungen der Stressmarker nicht streng altersabhängig.
Quelle: Tohoku J Exp Med 2007; 213: 261 – 268 – Arzt & Prävention 02/2008


