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01.04.2008
Hormone, News

Testosteron wird noch produziert

Schlagworte: Menopause, Testosteron

 

Zur Frage, ob das Ovar nach der Menopause noch signifikante Mengen Androgene in die Zirkulation abgibt, liegen konträre Erkenntnisse vor. Mit einer verbesserten Technik ging nun ein Endokrinologen-Team in Kalifornien dieser Frage nach. Die Studie basiert auf Daten von 13 postmenopausalen Frauen, bei denen eine totale abdominale Hysterektomie mit bilateraler Salpingo-Oophorektomie vorgenommen wurde. Zu den Ausschlusskriterien zählten Hyperandrogenismus in der Anamnese, Hormontherapie in den letzten sechs Wochen präoperativ sowie die präoperative Einnahme von Medikamenten, die die Androgenproduktion bzw. den -metabolismus beeinflussen. Die Auswertung der gewonnenen Resultate unterstützt die noch auf die 70er Jahre zurückgehende Annahme, wonach zwischen dem venösen Blut aus den Ovarien und dem peripheren venösen Blut signifikante Gradienten von Testosteron (T), Androstendion (A), Dehydroepiandrosteron (DHEA), Estron (E1) und Estradiol (E2) festzustellen sind. Die postoperativen T- und E1-Spiegel, nicht jedoch die A-, DHEA- und E2-Werte waren im Vergleich zur präoperativen Situation signifikant reduziert. Bei vier von fünf Frauen, die bereits seit mehr als 10 Jahren in der Menopause waren, wurde zwischen dem ovariellen und dem peripheren venösen Blut immer noch ein Gradient bei den T-Werten gemessen. Demnach ist der Beitrag der Ovarien zur Androgenproduktion ausreichend, um nach bilateraler Ovarektomie eine signifikante Senkung der T-Spiegel herbeizuführen.

 

Quelle: J Clin Endocrin Metab 2007; 92: 3040-3043