Macht Wassertrinken gesund, schlank und schön?
Schlagworte: ErnährungForscher aus Philadelphia haben nun alle klinischen Studien zum Thema „Wasserkonsum“ kritisch unter die Lupe genommen. Menschen, die in heißen, trockenen Klimazonen leben, Athleten und Patienten mit spezifischen Krankheiten, z.B. Nephrolithiasis, benötigen demnach tatsächlich mehr Wasser. Aber einen soliden Beweis eines Gesundheitsvorteils für die in den USA übliche „8 mal 8“– (acht Gläser Wasser mit acht Unzen Wasser = 1,8 Liter) – Empfehlung für den Wassertagesbedarf gesunder Menschen im Alltag gemäßigter Klimazonen fanden sie nicht. Die Quelle dieser Empfehlung war nicht zu klären und sei eher als Slogan zu werten. Mit mehr Wasser wurden zwar die Nieren besser gespült, aber ein klinischer Vorteil konnte nicht nachgewiesen werden. Das Gleiche betrifft die Funktion der Organe nach höherer Wasserkonsumption. Es wurde auch der Frage nachgegangen, ob Wasser bei der Gewichtsabnahme hilft, etwa durch ein Sättigungsgefühl. Nach der Studienauswertung blieb der Effekt auf das Sättigungsgefühl jedoch unklar. Wobei es natürlich besser für die schlanke Linie ist, wenn der Durst mit klarem Wasser und nicht mit zuckerhaltigen Softdrinks gestillt wird. Höherer Wasserkonsum soll infolge des höheren Hautturgors eine schöne glatte Haut bewirken. Hierfür fanden sich keine Belege. Die Ergebnisse einer kleinen Studie, nach der ein höherer Wasserkonsum weniger Kopfschmerzen zur Folge hatte, waren statistisch nicht zu sichern.
Quelle: J. Amer.Soc. Nephrol Express 2008: doi:10.1681/ASN2008030274


