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01.06.2008
Ernährung, Metabolismus/Diabetes, News

Studie: Mittelmeerkost schützt wirklich

Schlagworte: Typ-II-Diabetes

 

Menschen, die sich konsequent nach den Prinzipien der Mittelmeerkost ernähren, erkranken deutlich seltener an einem Typ-II-Diabetes mellitus. Zu diesem Ergebnis kommt eine prospektive Kohortenstudie im Britischen Ärzteblatt. Seit dem Jahr 1999 laden Präventivmediziner alle Absolventen der Seguimiento Universidad de Navarra (SUN) ein, an einer prospektiven Studie zu den Folgen der Ernährung auf die Gesundheit teilzunehmen. Sie erhalten alle zwei Jahre einen detaillierten Fragebogen zu ihren Lebens- und Ernährungsgewohnheiten und ihren Erkrankungen. Bisher sind 18.700 Personen dem Ruf gefolgt, davon haben 13.380 mindestens zwei Fragebögen zurückgeschickt, die jetzt von Martínez-González und Mitarbeitern ausgewertet wurden. Die Ergebnisse bestätigen exakt das, was Ernährungswissenschaftler seit Jahren behaupten. Wer reichlich Obst und Gemüse verzehrt, Fisch den Fleischgerichten vorzieht, Olivenöl statt Butter verwendet, viele Nüsse und Getreideprodukte verzehrt, dazu mäßig Alkohol, am besten Rotwein trinkt, kann sein Diabetesrisiko beträchtlich senken. Die Gruppe erfasste diese Komponenten der Mittelmeerdiät in einem Score von 0 bis neun Punkten. Absolventen mit sieben bis neun Punkten erkrankten zu 83 Prozent seltener an einem Typ-II-Diabetes mellitus. Auch bei einer moderaten Mittelmeerdiät (drei bis sechs Punkte) war die Diabetesrate noch um 59 Prozent reduziert.

 

Quelle: BMJ 2008; doi:10.1136/bmj.39561.501007.BE – Ärzteblatt Online, 30.05.2008