Wie wirkt sich Sport auf das Risiko aus?
Schlagworte: BrustkrebsSport beeinflusst laut neuen Forschungsergebnissen nicht die Brustdrüsendichte. In sieben Studien war zuvor die Verbindung zwischen Sport und mittels Mammographie ermittelte Drüsenkörperdichte untersucht worden; diese führten zu uneinheitlichen Ergebnissen. Die Studie basiert auf der EPIC-Norfolk-Kohorte und ist die bisher größte Studie, in der dieser Zusammenhang überprüft wurde. Der Schwerpunkt lag auf postmenopausalen Frauen aus der Allgemeinbevölkerung. Dies war wichtig, da das Ausmaß des inversen Zusammenhangs zwischen körperlicher Aktivität und dem Brustkrebsrisiko mit dem menopausalen Status möglicherweise variiere. Die Studie beinhaltete einen Abgleich körperlicher Aktivität mit Mammograhie-Daten bei 1.394 Frauen. Körperliche Betätigung wurde anhand eines validierten Fragebogens ermittelt, während die durch Mammographie ermittelte Brustdrüsenkörper-Dichte von Radiologen mit Hilfe der Boyd-Skala bestimmt wurde. Es ergab sich kein Zusammenhang zwischen der Risikokategorie der Drüsenkörperdichte oder deren prozentualen Anteil, so Ärzte vom Institute of Metabolic Science in Cambridge. Anfangs schien sich die Drüsenkörperdichte bei den meisten aktiven Frauen zu erhöhen. Allerdings verschwand dieser Zusammenhang nach Anpassung hinsichtlich Body Mass Index und Faktoren, die die Reproduktion und den Lebensstil betrafen.
Quelle: American Journal of Epidemiology 2008; 167: 579-585 – Gynäkologische Nachrichten 03/2008


