Einnahmezeitpunkt entscheidet über Herz-Kreislauf-Schutz
Schlagworte: Hormonersatztherapie, Hormone, HRT, HerzDas Alter von Frauen zu Beginn einer Hormonersatztherapie (HRT) könnte das kardiovaskuläre Risiko beeinflussen. Die Daten der WHI-Studie zur Hormonersatztherapie wurden daher noch mal genauer auf den Zeitpunkt des Beginns einer HRT, die Behandlungsdauer und das Alter beim Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse untersucht. In der WHI-Studie waren 10.739 postmenopausale Frauen (50 bis 79 Jahre) nach Hysterektomie mit Östrogenen oder Plazebo behandelt worden, weitere 16.608 Frauen ohne Hysterektomie mit Östrogenen plus Gestagen. In den Hormonarmen der Studie waren mehr Fälle von KHK und Schlaganfällen aufgetreten als unter Plazebo (396 und 327 versus 379 und 239). Beim KHK-Risiko wurde im Zeitfenster des HRT-Beginns innerhalb von zehn Jahren nach der Menopause eher ein leichter Schutz durch HRT festgestellt, bei mehr als zehn und 20 Jahren war der Trend gegenläufig, das KHK-Risiko stieg. Das Risiko (Hazard Ratio) für die Manifestation einer koronaren Herzkrankheit durch HRT betrug im Alter zwischen 50 und 59 Jahren 0,93, zwischen 60 und 69 Jahren 0,98, und von 70 bis 79 Jahren 1,26. Die HRT erhöhte in allen Altersklassen, unabhängig vom Zeitpunkt des Beginns, das Schlaganfall-Risiko.
Quelle: JAMA 297 (2007) 1465-1477


