Geschäftsstelle: Vallstedter Weg 114A, 38268 Lengede, Deutschland | Tel.: +49 (0) 5344 - 80 33 70 | Fax: +49 (0) 5344 - 80 33 71 | gst@gsaam.de
Sie sind hier:NewsArchiv
01.10.2008
Gewicht, News, Osteoporose/Knochen

Schlanke Männer erkranken häufiger an Osteoporose

Schlagworte: Osteoporose

 

Die Vermeidung von Übergewicht mag viele Vorteile für die Gesundheit haben, sie steigert nach einer Studie jedoch das Risiko im Alter eine Osteoporose zu entwickeln. Wissenschaftler vom staatlichen Public Health Institut in Oslo, haben die Daten von 1.676 Männern analysiert, die Anfang der Siebzigerjahre in Oslo und Tromsø an einem Gesundheitssurvey teilgenommen hatten und deren Knochenmineraldichte fast drei Jahrzehnte später bestimmt wurde. Ergebnis: Wer im mittleren Lebensalter schlank war, war später am meisten osteoporosegefährdet. Dies traf insbesondere auf Männer zu, die zwischen den beiden Untersuchungen mehr als zehn Prozent des Körpergewichts verloren hatten. In dieser Gruppe hatten 15,1 Prozent bei der zweiten Untersuchung eine Osteoporose. Bei den Männern, die zehn Prozent oder mehr an Gewicht zugelegt hatten, betrug die Prävalenz nur 0,6 Prozent. Werden beide Faktoren – BMI und Gewichtsentwicklung – kombiniert, so schwankt die Prävalenz sogar zwischen 31 Prozent (Dünne, die fünf Prozent oder mehr abnahmen) und vier Prozent (Dicke, die vier Prozent zunahmen). Das Körpergewicht und seine Entwicklung haben demnach einen deutlichen Einfluss auf die Knochenmineraldichte. Dies stelle jedoch nicht die gegenwärtigen Empfehlungen zur Vermeidung von Übergewicht infrage, so die Forscher. Bei schlanken Männern, die im Alter noch abnehmen, sollte jedoch an die Möglichkeit einer Osteoporose gedacht werden.

 

Quelle: American Journal of Epidemiology 2008; 168: 454-460 – www.aerzteblatt.de vom 19.09.08