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01.12.2008
Ernährung, News, Osteoporose/Knochen

Viel Obst und Gemüse sind gut und wichtig für starke Knochen

Schlagworte: Osteoporose

 

Wer viel Obst und Gemüse ist, tut seinen Knochen Gutes. Denn eine solche Ernährung erhöht den Bikarbonatanteil, der hilft, Säuren aus Proteinen und Getreide zu neutralisieren. Das ist wichtig, weil sonst etwa Kalzium, Phosphat und alkalische Salze aus den Knochen zur Neutralisation genutzt werden. Das aber fördert den Knochenabbau. Die Vorteile für ein Plus an Bikarbonat zeigte eine Studie an der Universität Boston mit 171 Teilnehmern ab 50 Jahren. Per Zufallsprinzip wurden die Teilnehmer vier Gruppen zugeordnet. Sie erhielten drei Monate entweder Placebo, Natriumbikarbonat, Kaliumbikarbonat, Natriumchlorid oder Kaliumchlorid. Gemessen wurde die Kalziumausscheidung im Urin. Nur in den beiden Bikarbonat-Gruppen war die Kalziumausscheidung signifikant reduziert. Das werteten Wissenschaftler von der Universität Boston als Zeichen für eine reduzierte Knochenresorption. Eine zusätzliche Zufuhr von Bikarbonat kann aber auch mit Obst und Gemüse erreicht werden: Obst und Gemüse geben Bikarbonate, also eine basische Komponente, an den Körper ab. Da die aktuelle Studie einen positiven Effekt von Bikarbonat auf Knochenresorption und Kalziumausscheidung ergab, liege die Vermutung nahe, dass eine basenreiche Ernährung den Knochenabbau bei gesunden älteren Menschen reduzieren könne. Eine Protein- und Getreidereiche Ernährung führt dem Körper hingegen Säuren zu. Diese können die Kalziumausscheidung erhöhen, was den Knochenabbau fördern kann. Ältere Menschen würden insbesondere säurereiche Nahrungsmittel bevorzugen. Zusätzlich nehme die Fähigkeit des Körpers, Säuren auszuscheiden, mit dem Alter ab. Eine Möglichkeit sei es dann, die Säuren mit Phosphat, Kalzium und basischen Salzen aus den Knochen zu neutralisieren. Bislang lag das Augenmerk bei der Osteoporose-Prophylaxe vor allem auf der ausreichenden Zufuhr von Kalzium und Vitamin D. Jetzt gebe es immer mehr Hinweise, dass auch das Säure-Basenverhältnis für die Knochengesundheit wichtig sei.

 

Quelle: jcem.endojournals.org – www.aerztezeitung.de 03.12.2008