Fitness verlängert das Leben
Patienten mit Prähypertonie verlängern ihr Leben, wenn sie körperlich fit bleiben. Dabei gilt: Je besser die Belastbarkeit, desto deutlicher die Mortalitätsreduktion. Die Erkenntnis stammt aus einer Studie griechischer Autoren. Diese hatten bei 4.735 männlichen Prähypertonikern (RR 120/80 – 139/89 mmHg) im Durchschnittsalter von 56 Jahren die Assoziation zwischen körperlicher Fitness und Mortalität untersucht.
Nach durchschnittlich 22-jähriger Beobachtungszeit waren 943 Männer gestorben. Die Überlebenswahrscheinlichkeit stieg mit der körperlichen Belastbarkeit: Für jedes MET Belastbarkeit sank die Sterblichkeit um 14 Prozent. Wer 7-10 MET schaffte, senkte das Sterberisiko um 60 Prozent, wer über 10 MET erreichte, reduzierte es um 75 Prozent - jeweils im Vergleich zu körperlich wenig belastbaren Männern, die nicht mehr als 5 MET erreichten. Die Einheit MET gibt den Energieverbrauch bei Belastung an: 1 MET ist der Verbrauch in körperlicher Ruhe. 5-7 MET gelten als moderate Belastung. 8 MET entsprechen einer Belastung, wie sie beim Schwimmen oder beim Joggen mit einer Geschwindigkeit von 10 km/h erreicht wird.
Quelle: Jahrestagung der American Heart Association 2008 - MMW 2008; Nr. 51/52


