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02.02.2009
Altern, Gehirn/Demenz, News, Sport/Bewegung

Ein Spaziergang pro Tag bremst den geistigen Abbau

Schlagworte: Bewegung, Sport, Gehirn

 

Jeden Tag einen ausgiebigen Spaziergang, das hält bei alten Menschen nicht nur den Körper, sondern auch den Geist fit: Die Hirndurchblutung und die kognitiven Fähigkeiten sind bei aktiven Menschen besser als bei trägen Zeitgenossen, zeigen jetzt Daten einer US-Studie. Kanadische Forscher haben eine Hypothese entwickelt, die diesen Zusammenhang erklären könnte. Sie vermuten, dass viel Bewegung die Hirndurchblutung verbessert und so dem geistigen Abbau entgegenwirkt. In einer Studie hatten die Forscher 42 gesunde Frauen im Alter von durchschnittlich 65 Jahren untersucht. 28 von ihnen waren körperlich sehr fit und machten täglich Spaziergänge oder Aerobic-Übungen. Die übrigen waren eher träge und bewegten sich wenig. Die Forscher bestimmten die körperliche Fitness per maximaler Sauerstoffkapazität beim Ergometer-Training, zudem maßen sie den arteriellen Blutdruck und zerebrovaskuläre Parameter. Mittels ausführlicher Tests bestimmten sie kognitive Funktionen wie Gedächtnis, Sprachflüssigkeit, Aufmerksamkeit und Reaktion. Insgesamt schnitten die körperlich aktiven Frauen bei den kognitiven Tests deutlich besser ab - sie erreichten im Schnitt zehn Prozent mehr Punkte. Naturgemäß war die kognitive Leistung dabei umso schlechter, je älter die Probanden waren, allerdings hing die geistige Leistung auch von der maximalen Sauerstoffkapazität ab. Je höher dieses Maß für körperliche Fitness war, um so fitter war auch der Geist. Zugleich hatten Frauen mit guter Fitness auch bessere vaskuläre und zerebrovaskuläre Werte: Der durchschnittliche arterielle Blutdruck war um zehn Prozent niedriger, die zerebrovaskuläre Reservekapazität war dagegen um etwa fünf Prozent höher: Die fitten Frauen konnten folglich während körperlicher Anstrengung oder einer Hyperkapnie die Hirndurchblutung deutlich besser steigern als körperlich träge Frauen. Eine gewisse körperliche Grundfitness sei offenbar entscheidend dafür, im Alter gesund und geistig klar zu bleiben, so die Forscher.

 

Quelle: Neurobiology of Aging Online – Ärzte Zeitung Online 03.02.2009