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02.02.2009
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Etliche Lebensjahre gewinnen

Schlagworte: Lifestyle

 

Ungesunde Lebensweise führt zu einer erhöhten Mortalität. Die EPIC-Norfolk-Studie zeigt deutlich, welchen Effekt unterschiedliche Risikofaktoren auf das Sterberisiko haben. Im Rahmen dieser Populationsstudie wurden Daten von insgesamt 20.244 Frauen und Männern erfasst. Das Alter der Studienteilnehmer lag zwischen 45 und 79 Jahren. Patienten mit bekannten kardiovaskulären oder malignen Erkrankungen nahmen nicht an der Untersuchung teil. Zur Beurteilung der Lebensführung verwendeten die Autoren ein einfaches Punkteschema von einem bis vier Punkten. Je ein Punkt wurde bei der Basis-Untersuchung vergeben für: Nichtrauchen, regelmäßige körperliche Bewegung, Vitamin-C-Konzentration von über 50 mmol/l und Alkoholgenuss von weniger als 112 g pro Woche. Diese Skala reichte damit von 0 Punkten (extrem ungesunder Lebensstil) bis zu 4 Punkten (sehr gesunder Lebensstil). Nach einer mittleren Beobachtungszeit von elf Jahren waren 1.987 Menschen gestorben. Nach statistischer Bereinigung um Alter, Geschlecht, Body Mass Index und sozialem Status zeigten die Teilnehmer mit 0, 1, 2 und 3 Punkten ein deutlich erhöhtes Mortalitätsrisiko gegenüber denjenigen mit 4 Punkten: Das Risiko war in diesen drei Gruppen um die Faktoren 4,04, 2,52, 1,95 und 1,39 jeweils signifikant erhöht. Nach einer Schätzung entsprach das Mortalitätsrisiko eines Menschen mit sehr gesunder Lebensführung dem eines um 14 Jahre jüngeren Studienteilnehmers mit sehr ungesunder Lebensführung.

 

Quelle: PloS Medicine 2008; 5, e12: 1-9 – Praxis Depesche 01/2009