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01.03.2009
Altern, News, Sport/Bewegung

Sport im mittleren Alter senkt Mortalität

Schlagworte: Sport, Altern, Sterblichkeit

 

Auch mit 50 lohnt es sich für Männer noch, die körperlichen Aktivitäten zu intensivieren: Nach zehn Jahren ist die Sterberate dann ähnlich niedrig, als wenn sie immer viel Sport getrieben hätten. Das hat eine bevölkerungsgestützte Kohortenstudie aus Schweden mit über 2.200 Männern ergeben. Zu Beginn der Studie waren die Teilnehmer 50 Jahre alt, in regelmäßigen Abständen -bis zum Alter von 82 - wurden Daten erhoben. Die Sterberaten hingen wie erwartet von der körperlichen Aktivität ab: Männer, die immer viel Sport gemacht hatten, hatten eine Sterberate von 18 pro 1.000 Personenjahre (PJ), diejenigen mit mittlerer Aktivität eine Rate von 24. Bei geringer Aktivität lag sie bei 27 pro 1.000 PJ.

Das Interessante: Männer, die erst mit 50 Jahren ihre sportlichen Anstrengungen auf ein hohes Niveau steigerten, hatten nach mehr als zehn Jahren eine Sterberate wie jene, die immer stark aktiv gewesen waren. Für solche Männer verringerte sich die Sterberate damit in gleichem Ausmaß, wie es durch Aufgabe des Rauchens erreicht werden kann, schreiben die Wissenschaftler von der Uni Uppsala in Schweden.

Ein schneller Erfolg ist allerdings nicht zu erwarten. Denn innerhalb der ersten fünf Jahre nach Beginn hoher Aktivitäten blieb die Sterberate zunächst unverändert hoch. Die Autoren messen der schon in dieser Zeit gesteigerten Lebensqualität der Teilnehmer jedoch eine große Bedeutung zu.

 

Quelle: Britisches Ärzteblatt, BMJ 2009; 338: b688 – www.aerztezeitung.de, 12.03.2009