Erhöhtes Risiko als Erblast
Schlagworte: Herzinfarkt, Herz, Gene, GentestDie Gefährdung durch die koronare Herzkrankheit und den Herzinfarkt ist teilweise familiär bedingt. Wie wahrscheinlich es zu dem gefürchteten Ereignis kommt, hängt dabei sowohl von genetischen Faktoren als auch von anderen - teilweise sehr gut beeinflussbaren - Risikofaktoren ab. Menschen, in deren Familien ein Herzinfarkt bereits gehäuft aufgetreten ist, sollten diese Risikofaktoren deshalb besonders aufmerksam kontrollieren. Wissenschaftler vermuten, dass bisher unbekannte genetische Faktoren etwa die Hälfte des persönlichen Herzinfarkt-Risikos ausmachen. In einer von der Deutschen Herzstiftung bzw. der Deutschen Stiftung für Herzforschung unterstützten mehrjährigen Herzinfarkt-Familienstudie konnten die Forscher durch aufwendige Analysen Genregionen finden, in denen mit hoher Wahrscheinlichkeit Herzinfarkt-Gene liegen. Nicht zuletzt aufgrund der Ergebnisse dieser Studie gilt es mittlerweile als wissenschaftlich gesichert, dass blutsverwandte Familienmitglieder mit Herzinfarkt eine wichtige Bedeutung für das eigene Infarktrisiko haben. Weiterführende Langzeit-Untersuchungen haben nun das Ziel, einzelne spezielle Herzinfarkt-Gene zu identifizieren und deren Auswirkungen auf den Stoffwechsel zu untersuchen.
Quelle: Zeitschrift der Deutschen Herzstiftung „Her heute“ 01/2009, Auszug unter www.aerztezeitung.de, 23.03.2009


