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01.04.2009
Altern, Ernährung, News

Es kommt auf die richtige Ernährung an

Schlagworte: Arthrose, Ernährung

 

Arthrose lässt sich ernährungsmedizinisch positiv beeinflussen. Durch eine optimal angepasste Ernährung kann der degenerative Prozess verlangsamt werden. Die Patienten haben weniger Beschwerden und reduzieren ihren Schmerzmittelverbrauch. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie hat bereits 2005 den Arbeitskreis Ernährungsmedizin gegründet, um die Rolle der Ernährung bei der Entstehung und beim Verlauf rheumatischer Erkrankungen zu untersuchen. Dabei geht das Ziel dieser nutritiven Therapie weit über eine bisher empfohlene Gewichtsreduktion hinaus. Vor allem macht man sich die biochemischen Eigenschaften verschiedener Nahrungsbestandteile zunutze, um die Arthroseprogredienz zu mildern. So verlangsamen Omega-3-Fettsäuren die entzündlichen Arthrose-Prozesse, indem sie die Freisetzung der Botenstoffe wie TNFα hemmen und so den Kollagenabbau reduzieren. Die bei Arthrose verstärkt produzierten Sauerstoffradikale können durch Antioxidanzien wie Vitamin C und E abgefangen werden. Eine wichtige Rolle spielen auch die "slow acting drugs in osteoarthritis". Es sind Stoffe, wie Glucosaminsulfat, Kollagen und Hyaluronsäure, die von Chondrozyten gebildet werden. Da bei Arthrose das Knorpelgewebe zerstört wird, können diese Stoffe nicht ausreichend produziert werden. Das Defizit sei über Sardinen mit Gräten, Sülze oder Gummibärchen auszugleichen, meinen Experten. Die Nährstoffe können auch durch Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. Jedoch bringt gesunde Ernährung nichts ohne Sport.

Quelle: www.aerztezeitung.de, 02.04.2009