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01.04.2009
News, Osteoporose/Knochen, Sport/Bewegung

Joggen stärkt Knochen mehr als Krafttraining

Schlagworte: Knochendichte, Osteoporose, Sport, Bewegung

 

Eine aktuelle Studie der Universität von Missouri zeigt, dass sich Joggen günstiger auf die Knochendichte auswirken kann als Krafttraining oder Radfahren. Die Ergebnisse legen nahe, dass sowohl Krafttraining als auch High-impact-Ausdauersport die Knochendichte (BMD) verbessern können. Den größeren positiven Effekt jedoch haben Sportarten wie Joggen. In ihrer Studie untersuchten die Forscher die Auswirkungen von Jogging, Radfahren und Krafttraining auf den Körper und regionale BMD-Veränderungen. Berücksichtigt wurden vor allem die Veränderungen des Körpergewichtes und die Körperzusammensetzung bei Männern zwischen 19 und 45 Jahren. Herangezogen wurden Serummarker und ein Dexa-Scan. Die Forscher fanden heraus, dass Läufer eine größere BMD aufwiesen als Radfahrer. Ein schlanker Habitus korrelierte bei Radfahrern und Krafttrainierten mit einer höheren BMD, nicht aber bei Läufern. Letztere erzielten die höchste BMD. Die Forscher erklärten, dass sich die Effekte von Widerstandsbelastungen oder gewichtsorientierten Ausdauerbelastungen unterschiedlich auf das Gewichtsverhalten und die Körperzusammensetzung auswirken und genutzt werden könnten. Menschen mit Aktivitäten, die das Skelett nicht belasten, würden demnach von zusätzlichem Widerstandstraining profitieren, das zu einem fettfreieren Bodymass-Index (BMI) führe. Stehen dagegen gewichtsentlastende Aktivitäten wie Radfahren, Schwimmen oder Rudern im Vordergrund, wären zur Erhöhung des BMD Widerstandstraining oder Laufen zu empfehlen. Die Wissenschaftler fordern daher spezifische Trainingsprogramme, die den Anforderungen des Knochens gerecht werden.

 

Quelle: www.aerztlichepraxis.de, 01.04.2009