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01.05.2009
Ernährung, Krebs, News

Mehr Seefisch auf den Speisezettel verringert das Risiko

Schlagworte: Krebs, Fisch, Ernährung

 

Fetter Lachs ist nicht nur schmackhaft, sondern auch gesund. Einige seiner Inhaltsstoffe besitzen sogar eine vorbeugende Wirkung gegen Krebs, wie Ernährungswissenschaftler von der Universität Jena herausgefunden haben. Innerhalb eines EU-Projektes haben die Ernährungstoxikologen und Lebensmittelchemiker in den letzten fünf Jahren untersucht, wie sich der Verzehr von Seefisch auf das Darmgewebe auswirkt. Um zu überprüfen, ob regelmäßiger Verzehr von Fisch mit hohem Gehalt an Omega-3-Fettsäuren das Krebsrisiko senken kann, werteten die Jenaer Forscher Gewebe von insgesamt 250 Testpersonen aus, die über ein halbes Jahr lang wöchentlich zwei Portionen Seefisch mit unterschiedlichem Fettgehalt verzehrt hatten. Die Ergebnisse zeigten, dass durch den Verzehr der unterschiedlichen Fischsorten weder Zell- noch DNA-Schäden hervorgerufen wurden. Bei der Untersuchung der RNA von rund 20.000 verschiedenen Genen fanden die Wissenschaftler jedoch Unterschiede: Gene, die Enzyme codieren, die vor schädigenden und krebsauslösenden Substanzen schützen, waren nach dem Verzehr von Fisch zunehmend aktiviert. Bei Testpersonen, die fetten Lachs gegessen hatten, war diese Genaktivierung sogar wesentlich ausgeprägter als bei den Probanden, die mageren Dorsch verzehrt hatten.

 

Quelle: Der Kassenarzt, 07/ 2009