Geschäftsstelle: Vallstedter Weg 114A, 38268 Lengede, Deutschland | Tel.: +49 (0) 5344 - 80 33 70 | Fax: +49 (0) 5344 - 80 33 71 | gst@gsaam.de
Sie sind hier:News
01.07.2009
News, Osteoporose/Knochen

Menstruationsstörungen als Risikofaktor

Schlagworte: Knochendichte, Osteoporose, Östrogene, HRT, Hormone

 

Der frühzeitige Verlust der Ovarialfunktion geht bei jungen Frauen mit einem Rückgang der Knochenmineraldichte einher, wie eine Querschnittsstudie im Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism zeigt. Experten sehen deshalb einen Krankheitswert in der gar nicht so seltenen primären Ovarialinsuffizienz. Bei etwa einem Prozent der Frauen kommt es bereits vor dem 40. Lebensjahr zu anhaltenden Unregelmäßigkeiten der Menstruation und schließlich zum Ausbleiben der Monatsblutungen. Die Gründe bleiben in den meisten Fällen unklar, und von einer vorzeitigen Menopause zu sprechen, scheint laut Forschern vom Institute of Child Health and Human Development (NICHD) in Bethesda schon deshalb nicht angebracht, da fünf bis zehn Prozent der Frauen später doch noch schwanger werden. Die Diagnose einer primären Ovarialinsuffizienz sollte dann bei Frauen erwogen werden, die seit vier Monaten keine Menstruation hatten und bei denen zwei Tests im Abstand von mindestens einem Monat erhöhte FSH-Werte (im „menopausalen” Bereich) ergeben haben und bei denen sich hierfür keine plausiblen Gründe finden (etwa exzessiver Sport, Untergewicht oder eine frühere Chemotherapie- oder Radiotherapie). Da nicht alle Frauen mit primärer Ovarialinsuffizienz unter „klimakterischen” Beschwerden leiden, ergibt sich aus der Diagnose allein noch kein Grund für eine Therapie. Der Vergleich von 442 Patientinnen mit 70 Kontrollen und 353 Teilnehmerinnen des Third National Health and Nutrition Examination Survey, einer Umfrage zur Gesundheit und den Ernährungsgewohnheiten der US-Bevölkerung, ergab: Frauen mit primärer Ovarialinsuffizienz hatten eine um zwei bis drei Prozent niedrigere Knochendichte als die „gesunden” Kontrollen. Die Untersuchung zeigt ferner, dass die Defizite in der Knochendichte mit der Dauer der (nicht therapierten) Ovarialinsuffizienz assoziiert waren sowie mit einer niedrigen Kalziumzufuhr und niedrigen Vitamin D-Werten im Blut. Ein weiterer modifizierbarer Risikofaktor war Bewegungsmangel. Es wird deshalb den Patientinnen zu einer Änderung des Lebensstils und der Ernährung geraten. Die Ärzte sollten eine Substitution von Kalzium und Vitamin D erwägen sowie eine Hormontherapie mit Östrogenen.

 

Quelle: Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism 2009: doi:10.1210/jc.2008-187 -

www.aerzteblatt.de, 23.06.2009

 

Wir nutzen Cookies, um die verschiedenen Funktionen dieser Website bereitzustellen, um Einblicke in das Verhalten der Besucher auf unserer Website zu gewinnen, um Nachrichten auf sozialen Medien zu teilen und um unser Angebot zu verbessern sowie zu personalisieren. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung dieser Cookies zu.

Ok, verstanden | Datenschutz | Hinweis schließen